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Die leise Kraft unserer Ahnen

Bevor wir beginnen, über uns selbst nachzudenken, lenken wir unseren Blick dorthin, wo alles begann. Nicht bei uns. Nicht bei dem Punkt, an dem wir heute stehen. Sondern bei den Menschen, die vor lebten. Denn niemand steht allein, auch wenn es sich manchmal

so anfühlt.



Wenn ich von Ahnen spreche, meine ich nichts Mystisches. Keine Rituale, keine esoterischen Bilder. Ich meine etwas viel Einfacheres – und gleichzeitig viel Größeres: unsere Herkunft. Unsere Linie. Unsere Wurzeln. Die Menschen, deren Entscheidungen, Hoffnungen und Fehler dazu geführt haben, dass wir heute hier sind. Viele von ihnen haben wir nie kennengelernt. Manche kennen wir nicht einmal dem Namen nach. Und trotzdem sind sie Teil unserer Geschichte. Ein Teil von uns.


Ich erinnere mich an einen Moment, der mir das auf eine stille, fast unscheinbare Weise bewusst gemacht hat. Ich stand draußen im Nebel, die Luft kalt, der Atem sichtbar. Und plötzlich war da dieses Gefühl, dass ich nicht die Erste bin, die diesen Weg geht. Kein Gedanke, kein Bild – eher eine Präsenz. Als würde hinter mir etwas stehen. Nicht bedrohlich, sondern tragend. Ein Gefühl von Linie, das nicht laut werden musste, um da zu sein.


Ahnen sind keine Figuren aus alten Geschichten. Sie sind die Summe von allem, was vor uns war. Sie sind die Stärke, die wir manchmal spüren, ohne erklären zu können, woher sie kommt. Die Ruhe, die uns in schweren Momenten hält. Die leise Stimme, die sagt: „Du schaffst das.“ Nicht klar, nicht deutlich, aber spürbar.

Und doch haben viele von uns den Zugang zu dieser inneren Verbindung verloren. Wir leben in einer Zeit, in der alles neu sein soll. In der Herkunft oft als Ballast gilt. In der wir glauben, wir müssten uns selbst erfinden, als wären wir der Anfang einer Geschichte. Aber niemand erfindet sich selbst. Wir sind Fortsetzungen. Kapitel. Teil eines Erzählstrangs, der viel älter ist als wir. Vielleicht fühlen wir uns deshalb manchmal so allein – weil wir vergessen haben, dass wir es nicht sind.


Vielleicht hast du deine Ahnen schon einmal gespürt, ohne es so zu benennen zu können. In einem Moment, in dem du plötzlich Kraft hattest, obwohl du eigentlich erschöpft warst. In einem Augenblick, in dem du wusstest, was zu tun ist, ohne lange nachzudenken. Vielleicht war das nicht nur deine eigene Stärke. Vielleicht war es die Linie hinter dir, die sich kurz bemerkbar gemacht hat.



Wenn du das nächste Mal in der Stille bist, probiere etwas aus. Setz dich hin. Atme. Und versuche nicht, dir etwas vorzustellen. Keine Gestalten, keine Bilder, keine Erwartungen. Spür einfach nur, dass du nicht der Anfang bist. Dass du Teil von etwas bist, das weiter reicht als dein eigenes Leben. Vielleicht entsteht Wärme. Vielleicht Schwere. Vielleicht gar nichts. Alles ist in Ordnung. Es geht nicht um ein Ergebnis, sondern um ein Bewusstsein.

Ahnen sind kein Ziel, das man erreichen muss. Sie sind ein Boden. Ein Boden, auf dem wir stehen können. Einer, der uns hält, auch wenn wir ihn nicht ständig wahrnehmen. Wenn wir diesen Boden wieder spüren, verändert sich etwas. Wir werden ruhiger. Klarer. Geerdeter. Nicht, weil wir Antworten bekommen, sondern weil wir uns wieder als Teil eines größeren Zusammenhangs fühlen.

Die Verbindung zu unseren Ahnen beginnt nicht mit einem Ritual. Sie beginnt mit dem Wissen, dass wir nicht der Anfang sind. Dass wir getragen werden. Dass wir Teil einer Linie sind. Und dass wir nicht allein gehen.

Vielleicht spürst du das heute ein kleines bisschen. Und vielleicht ist genau das genug.



 
 
 

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